Kommentar der Regisseurin

Vor meiner Reise beschäftigte ich mich in meiner Recherchephase intensiv mit China und all seinen Problemen. Ich las verschiedenste Reportagen, Essays und Bücher, immer von den westlichen Medien. Als ich 2007 ins Flugzeug nach Peking stieg war ich vorbereitet mit einem rebellischen Kriegerspirit und meinen Vorurteilen, die ich mir außer aus meiner Lektüre aus dem Flair von Chinarestaurants und Ein-Euro-China-Shops geformt hatte. Ich war überzeugt eine wilde ich-zeige-den-finger-auf- Doku filmen würde, über ein Leben zwischen Fakekultur und Kinderarbeit, zwischen Ignoranz und Unfähigkeit, genährt von einem furchtbaren politischen System… bla bla bla.

Gott sei Dank krachte mein Filmemacherego mit der Realität zusammen und ich lernte Menschen kennen, die mir die Kehrseite dieser dreckigen Münze zeigten, die glänzte und auf der ich echte Menschlichkeit fand. Der Fokus dieses Films fand eine 180 Grad Wende.

The Red Face soll ein Film sein, der die Gegensätze lobpreist, Verurteilung in Verständnis umkehrt; ich glaube das braucht die Welt eher, für ein besseres Morgen in unserem globalen Dorf.

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